Thorn Prikker in Hagen
17. Mai bis 15. November 2026

-- English version below --

Die Ausstellung „Thorn Prikker in Hagen“ versammelt erstmals Werke und Entwürfe Thorn Prikkers für Bauten in Hagen aus dem Nachlass des Künstlers, der von den Kunstmuseen Krefeld bewahrt wird, und aus den Beständen des Osthaus Museums. Der deutsch-niederländische Künstler Johan Thorn Prikker (1868-1932) gehörte zu den wichtigsten Vertretern des sogenannten Hagener Impulses. Von Karl Ernst Osthaus nach Hagen geholt, lebte der in Den Haag geborene Künstler seit 1910 in der Stadt des Folkwang-Museums, wo ihm der Mäzen das von J.L.M. Lauweriks entworfene Atelierhaus am Hagener Stirnband zur Verfügung stellte.

Johan Thorn Prikker: Lautenspielerin, 1914, Foto: Nicolas Schönherr



Zwischen 1910 und 1918 entstanden somit einige Hauptwerke des Künstlers in Hagen und für Hagener Bauwerke, so etwa das große Glasfenster „Der Künstler als Lehrer für Handel und Gewerbe“ im Hagener Hauptbahnhof, das Glasfenster „Kampf des Lichtes gegen das Dunkel“ für die Villa Hohenhof sowie Mosaiken für die einstige Stadthalle an der Springe.

Das Glasfenster "Kampf des Lichtes gegen das Dunkel" in der der Villa Hohenhof, Foto: Deimel + Wittmar Fotografie



Neben Entwürfen zu den heute noch erhaltenen Werken werden in der Sonderausstellung, die sich in die Sammlungspräsentation des Osthaus Museums einfügt, erstmals auch solche zu vergessenen sowie nicht realisierten Projekten gezeigt, wie der Entwurf für ein Hagener Wappenschild (um 1915) sowie für Glasfenster für das Hagener Rathaus oder die ehemalige Franziskanerkirche St. Elisabeth.

Die Ausstellung entsteht in enger Kooperation mit den Kunstmuseen Krefeld, die zeitgleich die Ausstellung „Schöne Anarchie. Johan Thorn Prikker und seine Zeit“ zeigen.



English version

The exhibition “Thorn Prikker in Hagen” brings together for the first time works and designs by Thorn Prikker for buildings in Hagen from the artist's estate, which is preserved by the Kunstmuseen Krefeld, and from the holdings of the Osthaus Museum. The German-Dutch artist Johan Thorn Prikker (1868-1932) was one of the most important representatives of the so-called Hagen Impulse. Brought to Hagen by Karl Ernst Osthaus, the artist, who was born in The Hague, lived in the city of the Folkwang Museum from 1910 onwards, where his patron provided him with the studio house designed by J.L.M. Lauweriks on Hagener Stirnband.

Between 1910 and 1918, the artist created several major works in Hagen and for buildings in Hagen, such as the large stained glass window „Der Künstler als Lehrer für Handel und Gewerbe“ in Hagen's main railway station, the stained glass window „Kampf des Lichtes gegen das Dunkel“ for Villa Hohenhof, and mosaics for the former town hall on Springe.

In addition to designs for works that are still preserved today, the special exhibition, which will be included in the presentation the Osthaus Museum's collection, will also show for the first time designs for forgotten and unrealized projects, such as the design for a Hagen coat of arms (around 1915) and for stained glass windows for Hagen Town Hall and the former Franciscan Church of St. Elisabeth.

The exhibition is being created in close cooperation with the Kunstmuseen Krefeld, which is simultaneously showing the exhibition “Schöne Anarchie. Johan Thorn Prikker und seine Zeit.”
Den Künsten ein Fest.