WERDE ZWEITZEUG*IN
3. BIS 29. MÄRZ 2026
Die Vermittlung persönlicher Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden kann helfen, Geschichte zu begreifen, aus ihr zu lernen und so die Gesellschaft zu verändern. Der Verein ZWEITZEUGEN e.V. setzt sich dafür ein, dass die Geschichten der Zeitzeug*innen weitergegeben werden und dass möglichst viele (junge) Menschen befähigt und ermutigt werden, davon zu berichten. Der Verein hat 37 Geschichten von Zeitzeug*innen des Holocaust dokumentiert und gibt diese auf vielfältige Weise weiter.

Die Wanderausstellung WERDE ZWEITZEUG*IN richtet sich insbesondere an Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren. Aber auch ältere Jugendliche, Erwachsene und Multiplikator*innen sind herzlich zum Besuch eingeladen.

Ziel der Wanderausstellung ist es, dass die Besucher*innen zu Zeug*innen der Zeitzeug*innen, zu Zweitzeug*innen werden. Daher stehen in der Wanderausstellung die (Über)Lebensgeschichten der interviewten Zeitzeug*innen Chava Wolf, Henny Brenner, Wolfgang Lauinger und Dr. Leon Weintraub im Mittelpunkt. Dies ermöglicht den Besucher*innen, persönliche Zugänge zum Thema Holocaust zu entwickeln.

Foto: Zweitzeugen e.V.


Die Lebensgeschichten werden thematisch strukturiert und durch historische Kontexte ergänzt. Die Schwerpunkte ›Antisemitismus gestern und heute‹, ›Traumata‹ und ›Identität‹ vertiefen diese Themen und zeigen Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements auf.

Medienstationen bieten Podcasts (mit Zeitzeug*innenaufnahmen) und interaktive Elemente, die einen Bezug zur heutigen Lebensrealität Jugendlicher schaffen. Begleitend wird die Frage aufgeworfen, was der Holocaust mit den Besucher*innen der Ausstellung zu tun hat. Zudem werden Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, um über den Ausstellungsbesuch hinaus aktiv gegen Antisemitismus und Diskriminierung in einer engagierten Zivilgesellschaft einzutreten.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Zweitzeugen e.V. mit dem AllerWeltHaus, dem Kommunalen Integrationszentrum und dem Osthaus Museum.

Gefördert wird die Ausstellung durch die Märkische Bank Stiftung, das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und die Deutsche Postcode Lotterie.
Den Künsten ein Fest.