Nuri Irak
Katharsis
08.09. - 14.10.2018
Eröffnung 07.09., 18.30 Uhr


Nuri Irak ist 1966 in Südostanatolien geboren und flüchtete Mitte der 1980er Jahre vor Krieg und Terror aus der Türkei. Seine christlich-aramäische Herkunft gibt ihm eine besondere Stellung in unserer Gesellschaft.

Nuri Irak gilt als ausgezeichneter Kenner der Quellen der antiken Kultur Anatoliens und des Vorderen Orients. Aus dieser reichen Vergangenheit schöpft der Maler in seinen eruptiven Malereien auf besondere Weise. Seine strömenden, Farbe geradezu verschlingenden Bilder entspringen einer aufgewühlten inneren Welt, die mit der dortigen Erde subkutan verbunden ist. Natur ist ein großes Thema, auch wenn die Abstraktion in den Werken so weit fortgeschritten ist, dass nur noch bruchstückhaft ein Bild mit wiedererkennbarem Bezug sichtbar wird. In seinen inszenierten Fotografien erscheinen die Handelnden – auch er als Künstler selbst – wie Mitglieder einer größeren Gemeinschaft mitten unter uns. Hier zählt das dramatisch-erzählende Element.

Die Ausstellung versammelt ca. 80 Bilder, Malerei, Tuschezeichnungen, Holzschnitte und Fotoserien von 1998 bis heute aus dem Schaffen des in Hagen ansässigen Künstlers.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.





Nuri Irak im Atelier, Foto (c) Detlef Werth