WOLPERTINGER ON TOUR – KUNST UND INKLUSION
150 JAHRE BETHEL
14. Mai bis 16. Juli 2017


Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel feiern in diesem Jahr ihr 150. Jubiläum. Grund genug für in Hagen und Umgebung ansässige Einrichtungen des Stiftungsbereichs Bethel.regional, den Geburtstag mit einer repräsentativen Ausstellung zu würdigen.

Im Rahmen der Projektreihe „Kunst und Inklusion“ des Hagener Künstlers Zsolt S. Deák haben in den letzten vier Jahren 100 Menschen mit geistigen und komplexen Behinderungen und mehr als 150 an Inklusion interessierte Menschen gemeinsam farbenfrohe Wolpertinger (tierische Fabelwesen) hergestellt.

Die gemeinsame Herausforderung ist jeweils die Dimension der Plastiken. Zusammen trauen sich die gemischten Gruppen an die Herstellung von großen, aufbauenden Objekten. Diese Wolpertinger sind fantasievolle, positive, farben- und lebensfrohe Wesen.

In der Ausstellung werden verschiedene Projektgruppen und ihre in vielen Wochen erarbeiteten Werke vorgestellt. Immer sind Klienten und Klientinnen bei der Herstellung der Figuren dabei. Unterstützt werden sie zum Beispiel von Schülerinnen und Schülern des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs Hagen, die den Beruf der Erzieherin/des Erziehers erlernen möchten (Fachschule für Sozialpädagogik). Ein anderes Projekt wird von Kindern der Offenen Ganztagsschule Hohenlimburg begleitet. Ein weiteres Projekt entstand im Werkhof der Stadt Hagen in Eckesey. An den dort erstellten Arbeiten waren die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs beteiligt. Diese Klassen bestehen aus neu zugewanderten Jugendlichen unterschiedlicher Nationalitäten.

Die Beteiligung dieser unterschiedlichen Lerngruppen zeigt, dass künstlerische Arbeit hilft, Brücken zu bauen. Sie hilft, beieinander und miteinander anzukommen, Sprach- und Bildungsbarrieren abzubauen – sie macht Inklusion lebendig und authentisch. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung können neben den originalen Objekten an Mediensäulen in einem „Making-of“ die Entstehung der Kunstobjekte verfolgen und sich über die Geschichte und Arbeit der v. Bodelschwinghschen Stiftungen informieren.

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 13. Mai um 16.00 Uhr. Eingeladen sind alle Interessierten. Der Eintritt ist frei.



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