Edward Bekkerman, Face#6 (Detail), 2020, Mischtechnik auf Leinwand, 132 x 124 cm, © ABA Gallery, New York



Edward Bekkerman
Labyrinths of love
Malerei
17. September 2022 bis 15. Januar 2023
Eröffnung Freitag, 16. September 2022, um 19.00 Uhr



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Die Werke des amerikanischen Künstlers Edward Bekkerman beeindrucken. Der Künstler hinterlässt in verschiedenen Bildfolgen Spuren, die bisweilen Rätsel aufgeben. Es sind zugleich diese rätselhaften Bildleistungen, die uns zu einer intensiven Beschäftigung anregen, ja gleichsam eine Diskussion einfordern. In unserer Ausstellung sind wichtige Beiträge aus nahezu allen Bildserien der letzten Jahre zu sehen, die in der Tat ihresgleichen suchen.

Der Titel „Labyrinths of Love“, der dieser Ausstellung zugrunde liegt, mag allgemein als Bildprogramm für die Kunst Bekkermanns gelten. Sein Bildwollen ist geprägt von persönlicher Symbolik ebenso wie von einer universellen Motivik. Seine Engelsfiguren laden gerade dazu ein, zärtlich mit ihnen umzugehen, sie zu lieben und ihnen Gutes angedeihen zu lassen. Bisweilen schauen und Gesichter („Faces“) so an, als wollten sie in einen Dialog mit uns treten. Andererseits sind sie auch intensiv mit sich selbst beschäftigt.

Das Labyrintische wird extrem betont in den beiden Serien „Victories“ und „Spirit & Dreams“. Während in ersterer der Einblick in eine Art rundes Labyrinth gewährt wird, ist in letztgenannter das Wesen solch eines Irrgartens komplexer angelegt. Hier ist es augenscheinlich schwierig zu einem Entkommen zu gelangen, sind doch alle abstrakt dargestellten Wesen sehr dicht miteinander verwoben, so dass man, den griechischen Mythos aufgreifend, einen Ariadnefaden haben muss, um heil hinauszukommen. In diesen Werken sehen wir zugleich eine Koppelung von Mensch und Tier, bisweilen auch Wesen, die außerirdisch zu sein scheinen. Offenbar bestimmt das Unergründliche die Wesenshaftigkeit dieser Bilder. Insofern ist Labyrinth nicht nur aus produktionsästhetischer Hinsicht ein bildhaft-richtiger Titel, sondern auch bezüglich seiner Rezeption durch uns Betrachtende. Das Labyrinth ist unser symbolischer Schicksalsweg, es ist unsere Prüfung, letztlich unser Geheimnis. Unsere Kulturgeschichte kennt die Tradition des Labyrinths seit 5000 Jahren.

Ausgehend von einem sehr persönlichen Stil, zeigen uns die Werke Bekkermanns eine Peinture, die sehr differenziert und raffiniert ausgeführt ist. Allein bei der Serie der „Hats“ sind diese auf den Köpfen der Dargestellten sitzenden Hüte uneinholbare Beispiele für ein Leuchten der Farben. Kein Hut ähnelt dem anderen, kein Farbauftrag wird wiederholt, die Hüte werden durch Farben und ein inneres Licht zum Scheinen gebracht – es gibt kaum Beispiele aus der Geschichte der Kunst für diese raffinierte Art der Farbgebung dieses Kopfschmucks.


Edward Beckkerman
Labyrinths of love
Paintings
September 17, 2022 to January 15, 2023
Opening Friday, September 16, 2022 at 7 p.m


The works of the American artist Edward Bekkerman are impressive. The artist leaves traces in various sequences of images that sometimes pose a mystery. At the same time, it is these enigmatic pictorial achievements that stimulate us to engage intensively, even prompting a discussion, so to speak. In our exhibition you can see important contributions from almost all photo series of the last few years, which are indeed unparalleled.

The title "Labyrinths of Love", on which this exhibition is based, may generally apply to the pictorial program for Bekkermann's art. His imagery is characterized by personal symbolism as well as universal motifs. His angel figures invite you to treat them tenderly, to love them and do them good. Sometimes we look at faces as if they want to enter into a dialogue with us. On the other hand, they are also very busy with themselves.

The labyrinthine is extremely emphasized in the two series "Victories" and "Spirit & Dreams". While the former provides a glimpse into a kind of round labyrinth, the essence of such a maze is more complex in the latter. It is obviously difficult to escape from here, since all the abstract beings are so closely intertwined that one must have Ariadne's thread to get out safely, taking up the Greek myth. In these works we see at the same time a coupling of humans and animals, sometimes also beings that appear to be extraterrestrial. Apparently the unfathomable determines the essence of these pictures. In this respect, Labyrinth is not only a pictorially correct title in terms of production aesthetics, but also in terms of its reception by us viewers. The labyrinth is our symbolic destiny, it is our test, ultimately our secret. Our cultural history has known the tradition of the labyrinth for 5000 years.

Based on a very personal style, Bekkermann's works show us a painting that is very differentiated and refined. In the “Hats” series alone, these hats sitting on the heads of the sitters are unassailable examples of a glowing color. No hat resembles the other, no application of paint is repeated, the hats are made to shine through colors and an inner light - there are few examples in the history of art of this sophisticated way of coloring this headdress.



Edward Bekkerman, Rechte by ABA Gallery New York