Das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung ist Pflicht, es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern und die "2-G-Regel" mit Ausweispflicht.

  FOLKWANG-REFLEXE
Eine Präsentation zum 100. Todestag des Folkwang-Gründers Karl Ernst Osthaus
27. März bis 31. Dezember 2021



Deutsches Museum für Kunst in Handel und Gewerbe
Bebilderte Präsentation
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Folkwang Museum
Bebilderte Präsentation
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„In Meran verschied nach schwerem Leiden am Ostersonntag der Gründer und Leiter des Museums Folkwang Dr. Ing. h.c. et phil. Karl Ernst Osthaus,“ lautete der Text der Todesanzeige in der lokalen und überregionalen Presse Ende März 1921, gefolgt von einer Würdigung seines Schaffens: „Seine ungewöhnliche Hingabe an alle Fragen des kulturellen und künstlerischen Lebens, seine aufopfernde Tatkraft und sein verantwortungsfreudiger Idealismus sichern ihm über die Grenzen der Jetztzeit und Deutschlands hinaus als leuchtendes Vorbild ein bleibendes Andenken.“

Karl Ernst Osthaus (*1874) war am 27. März 1921 in Meran in Südtirol gestorben, wo er auf Anraten seiner Ärzte zur Linderung seiner fortgeschrittenen Kehlkopftuberkulose weilte. Er wurde auf dem Evangelischen Friedhof zu Meran beigesetzt.

Das Osthaus Museum Hagen würdigt das Andenken an seinen Namensgeber mit der Ausstellung „Folkwang-Reflexe“ in der historischen Folkwang-Brunnenhalle, die ab dem 27. März bis zum Jahresende präsentiert wird. Obwohl die Folkwang-Sammlung nach Osthaus‘ Tod von seiner Familie an die Stadt Essen verkauft wurde, lassen sich heute einige Werke aus der historischen Folkwang-Sammlung in der Sammlung des Osthaus Museums Hagen finden und mit den Objekten im Katalog des Folkwang aus dem Jahr 1912 identifizieren. Zu diesen gehören beispielsweise das große Wandbild aus dem ehemaligen Folkwang-Musiksaal von Emil Rudolf Weiss wie auch Gemälde und Grafiken von Christian Rohlfs oder Radierungen von Käthe Kollwitz sowie der berühmte „Schwanenteppich“ von Otto Eckmann. Gezeigt wird auch ein steinerner Buddhakopf aus dem Privatbesitz von Osthaus, der auf sein Konzept der Entwicklung eines Weltkunstmuseums verweist. Dieser konnte durch eine Schenkung des Karl Ernst Osthaus Bundes zurückerworben werden.

Einen zeitgenössischen Reflex der historischen Hagener Folkwang-Sammlung bietet die Arbeit „Salon de Fleurus: Moderne Kunst aus dem Museum Folkwang“. Sie besteht aus 26 kleinformatigen Gemälden, die Ansichten des historischen Folkwang-Bildersaales sowie die darin präsentierten Hauptwerke widergeben.


IDA GERHARDI (1862-1927), Portrait Karl Ernst Osthaus, 1903, Öl auf Leinwand, Osthaus Museum Hagen / Inv.-Nr. K 425, (Altbestand / Nachlass Osthaus)


JOHAN THORN-PRIKKER (1868-1932), Lautenspielerin, 1914, Probemosaik für den Kammermusiksaal der Stadthalle Hagen, Glasmosaik in Mörtelbettung, Osthaus Museum Hagen / Inv.-Nr. K 2756, (Fa. August Wagner - Vereinigte Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei Berlin, Ankauf 1967)


MILLY STEGER (1881-1948), Jephtas Tochter, 1919/1922, Eisenguß, Osthaus Museum Hagen / Inv.-Nr. K 4524, (Privatbesitz, Schenkung Karl Ernst Osthaus-Bund und Bürgerinitiative 2004)


Buddhakopf, 19. Jh., Stein, Osthaus Museum Hagen / Inv.-Nr. K 4999, (Nachlass Osthaus, Schenkung des Karl Ernst Osthaus-Bundes 2009)


EMIL RUDOLF WEISS, (1865-1942), Wandgemälde für den Musiksalon im Folkwang-Museum, 1904, (Folkwang-Katalog 1912: Nr. 202), Marmorcaseïnfarbe auf Leinwand, Osthaus Museum Hagen / Inv.-Nr. K 3865, (Altbestand)

Todesanzeige, (c) Osthaus Museum Hagen