Johannes Heisig
Klimawechsel
03.03. – 19.05.2019


Heisigs motivische Vielfalt kennt keine Grenzen; sie reicht von der deutsch-deutschen Geschichte und popkulturellen Themen – überwiegend geprägt durch seine eigene Biografie und das Leben in Berlin – bis hin zu klassischen (Stadt-)Landschaften, Stillleben und Porträts, darunter die zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Doch auch wenn Heisig dieser Vielfalt in seiner unverkennbaren und ausdrucksstarken künstlerischen Handschrift treu bleibt, lassen sich in seinen zuletzt entstandenen Werken auch erste Anklänge an seine neue Umgebung in Brandenburg ausmachen: Zu Skatepark-Szenen aus ungewöhnlichen Perspektiven haben sich zahlreiche farbenprächtige Blumenstillleben und expressive Landschaftsstudien auf die Staffeleien seines neuen Ateliers gesellt. Einer Hornisse widmet er ein ganzes Requiem und scheint damit einmal mehr zurück zum Ursprung des Malens zu kehren, zur existenziellen Hinterfragung des Lebens und des eigenen Ichs.

Das Osthaus Museum Hagen zeigt ca. 120, z.T. großformatige Werke aus den letzten Schaffensjahren des Künstlers, unter anderem auch den „Crow“-Zyklus nach Krähen-Gedichten des englischen Dichters Ted Hughes. Diese Bildfolge besteht aus düsteren Zeichnungen mit Tusche, Kohle, zum Teil mit Grillkohle auf Papier. Existenzielle Gefühle wie Liebe und Tod stehen hier im Vordergrund.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit DIE GALERIE, Frankfurt/Main, Kunsthalle Jesuitenkirche, Aschaffenburg, Kunstverein Kunst Freunde Pritzwalk und Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst, Cottbus.

Katalog: Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen im Prestel-Verlag, München zum Preis von 39,-- Euro
Autoren: Peter Femfert, Christiane Ladleif, Jörg Sperling, Ulrich Roloff-Momin, Tayfun Belgin, Bernd Küster, Volker Braun.


Johannes Heisig (c) Barbara H. Klemm


Luft anhalten, 210 x 170 cm, (c) Johannes Heisig 2018, Fotografie: Lars Wiedemann



Großes Theater, 160 x 200 cm, (c) Johannes Heisig 2005, Fotografie: Lars Wiedemann



Berlin - Der Park, 160 x 200 cm, (c) Johannes Heisig 2012, Fotografie: Lars Wiedemann



Nachtwächter, 150 x 90 cm, (c) Johannes Heisig 2015, Fotografie: Lars Wiedemann