DER KUNSTTREFF
 
FÜR ERWACHSENE

Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen unter der Telefonnummer 02331 207 2740 an.

Beim Kunsttreff begegnen sich kunst- und kulturinteressierte Erwachsene. Er findet regelmäßig einmal bis zweimal im Monat am Donnerstag von 14:30 bis 16:30 Uhr im Kunstquartier statt und kostet 9 Euro pro Person.
Nach einer Einführung steht das Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Mittelpunkt - zusammen werden die Bilder betrachtet und erforscht. Dazu sind keine Vorkenntnisse erforderlich, nur die Lust am Schauen und am gemeinsamen Gespräch. Unterstützt wird der Kunsttreff vom Osthaus Bund.
Das Angebot kann auch für eine Gruppe mit maximal 20 Personen gebucht werden. Hierfür wird der ermäßigte Gruppeneintritt von 4 Euro pro Person + 100 Euro (wochentags) und 110 Euro (Wochenende) Führungsentgelt erhoben.


Donnerstag, 19. Dezember
14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €
Walter Gropius – Vorbildliche Industriebauten
Hagen und das Bauhaus? Da scheint zunächst keine offensichtliche Beziehung zu bestehen. Dabei hat die Stadt mehr mit der Gründung des Bauhauses zu tun, als man vermuten mag. Kurz vor der Gründung des Bauhauses schrieb Walter Gropius an seinen engen Freund Karl Ernst Osthaus: „Ich bin dabei etwas ganz anderes ins Werk zu setzen - eine Bauhütte! Mit einigen wesensverwandten Künstlern.“ Warum er diese Worte ausgerechnet an den Hagener Kunstmäzen schrieb, wird in diesem Kunsttreff genauer betrachtet. Über 400 Dokumente aus dem Osthaus Archiv zeigen wichtige Stationen im Leben von Walter Gropius auf, der von Karl Ernst Osthaus maßgeblich unterstützt wurde.
Dabei liegt der Fokus der Ausstellung auf den Fotografien der von Walter Gropius und Karl Ernst Osthaus konzipierten Ausstellung "Vorbildliche Industriebauten" von 1911, die von Hagen aus auf Tournee ging. Dieses gemeinsame Projekt von Gropius und Osthaus wird im Osthaus Museum rekonstruiert und durch die Publikation ihres Briefwechsels begleitet. Im Kunsttreff werden die neuen, wissenschaftlichen Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Ausstellung erläutert und diskutiert.


K. R. H. Sonderborg – Bilder von Zeit und Raum
Mittwoch, den 15. Januar 2020
Donnerstag, 6. Februar 2020
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

„Eigentlich ist die Zeichnung nur die Spur dessen, was ich im Moment rhythmisch als notwendig erlebe und gefunden habe. Das ist für mich ein räumliches Erlebnis.“
K. R. H. Sonderborg

K. R. H. Sonderborg (1923-2008) zählt zu den jungen Künstlern des Informel aus Deutschland, die nach Ende des Naziterrors in den 1950er-Jahren neu in die Welt traten. Wie auch Emil Schumacher fand er schnell Anschluss an das internationale Kunstgeschehen, das für seine Generation zuvor verschlossen war. Sonderborgs markanter Stil einer abstrakt-gestischen Zeichensprache, mal mit figürlichen Anklängen und mal ganz aus der Dynamik des Malprozesses, überzeugte mit komplexer Rhythmik und der Vehemenz des Action Painters.

Im Kunsttreff werden die Themen Zeit und Raum in der Kunst K. R. H. Sonderborgs behandelt. Vor seinen Gemälden wird unmittelbar nachvollziehbar, welche Bedeutung diese für Sonderborg haben und wie er sie künstlerisch umsetzt.



Emil Schumacher – „Für Ulla“
Donnerstag, 23. Januar 2020
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

Der 100. Geburtstag von Ulla Schumacher (1919-2009) war Anlass, die Werkgruppe „Für Ulla“ mit Gouachen der 1990er-Jahre sowie frühe Zeichnungen mit Ulla als Modell aus den 1940er-Jahren zu zeigen. Ulla Schumacher hat den künstlerischen Weg ihres Mannes Emil Schumacher (1912-1999) von Anfang an nicht nur begleitet, sondern war ihm stets Gesprächspartnerin und Kritikerin, deren Meinung für den Maler immer von großer Bedeutung war. Die 25 Blätter in ihrer motivischen Vielfalt und malerischen Leichtigkeit sind eine Hommage des Künstlers an seine lebenslange Gefährtin.

Im Kunsttreff wird die Bedeutung Ulla Schumacher in der Kunst Emil Schumachers thematisiert. Vor seinen Gemälden wird ihr Einfluss auf sein künstlerisches Schaffen unmittelbar nachvollziehbar.


Die expressionistische Sammlung des Osthaus Museums
Donnerstag, 20. Februar 2020
Donnerstag, 2. April 2020
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

„Es gibt keine „Gegenstände“ und keine „Farbe“ in der Kunst, sondern nur „Ausdruck“.“
Franz Marc

Die expressionistische Sammlung des Osthaus Museum ist nach vierjähriger Tour durch Europa wieder zurück. Eine herausragende Auswahl an Gemälden und Holzschnitten illustriert alle Phasen dieser Epoche von 1905 bis 1938. Den Kern der Schau bilden die Arbeiten aller wichtigen Vertreter der expressionistischen Gruppierungen „Die Brücke“, „Neue Kunstvereinigung München“ und „Der Blaue Reiter“, darunter u.a. Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Alexej von Jawlensky, Franz Marc und Karl Schmidt-Rottluff. Über die verschiedenen Ausrichtungen innerhalb der Strömung hinweg zeigen die Werke der Ausstellung, wie diese jungen Individualisten mithilfe von radikal subjektiven Bildformeln einen Grundstein für das moderne Verständnis des Künstlers in der Gesellschaft legten.

Im Kunsttreff werden die expressionistischen Künstlergruppen thematisiert. Vor den Gemälden ihrer Vertreter werden die Besonderheiten dieser einzigartigen Kunstströmung deutlich und unmittelbar nachvollziehbar, wie die jungen Individualisten ihre avantgardistischen Ideen künstlerisch umsetzen.



Karl Ernst Osthaus – Geschichte des Hauses
Donnerstag, 5. März 2020
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

„Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“
Karl Ernst Osthaus

Das von Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 in Hagen begründete Folkwang-Museum wurde bald als erstes Museum für zeitgenössische und moderne Kunst weltweit berühmt. In den von Henry van de Velde (1863-1957) im Jugendstil gestalteten Innenräumen wurden Kunst und Kunstgewerbe verschiedener Epochen und Kulturkreise dialogisch gegenübergestellt. Mit diesem ungewöhnlichen Ausstellungskonzept verfolgte Osthaus das Ziel, Kunst und Leben zu versöhnen. Die Sammlungen des Osthaus Museums geben Einblick in verschiedene Aspekte der Museumsgeschichte. Auch erinnern Fotografien an die ursprüngliche Jugendstil-Einrichtung von van de Velde sowie dem von Peter Behrens (1868-1940) gestalteten Vortragssaal, der jedoch im Krieg zerstört wurde.

Im Kunsttreff wird die Geschichte des Hauses behandelt. In der Architektur des historischen Museumsbau von Henry van de Velde und den Exponaten der Ausstellung wird die Folkwang-Idee Osthaus unmittelbar nachvollziehbar. 



Emil Schumacher – Reisebilder aus dem Orient
Donnerstag, 19. März 2020
Donnerstag, 7. Mai 2020
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

„Landschaft und Licht erfordern andere Sicht der Dinge und haben so einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeiten. Im Grunde jedoch trage ich meine künstlerische Vorstellung in mir. Ein Ort kann stimulieren.“
Emil Schumacher

Längst versunkenen Epochen gibt Emil Schumacher (1912-1999) in seinen Reisebildern aus dem Vorderen Orient Seele und Vitalität zurück. Der Künstler besuchte von ihm früh verehrte archäologische Stätten wie Assur, Uruk und Hatra. Förmlich mit der Natur und Wüstenumwelt verschmelzende Architektur aus Feldsteinen und Lehm, auch in Marokko und Tunesien sowie auf Djerba, übte eine große Faszination auf den gestisch-expressiven Maler aus. Die überwältigenden Eindrücke hielt er noch vor Ort auf Papier fest.

Im Kunsttreff werden die Reisen Emil Schumachers in den Orient behandelt. Vor seinen Gemälden wird unmittelbar nachvollziehbar, welche Bedeutung diese für Schumachers Kunst haben und wie er sie bildnerisch umsetzt.



Sigrid Sigurdsson – Die Architektur der Erinnerung
Donnerstag, 16. April 2020
Donnerstag, 4. Juni 2020
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

„Die Architektur der Erinnerung – Das Museum im Museum“ ist das Hauptwerk der „Offenen Archive“ der Künstlerin Sigrid Sigurdssons (*1943). In dieser zentralen Arbeit verdichten sich einzelne Werkkomplexe aus unterschiedlichen Werkphasen der Künstlerin zusammen mit Beiträgen zahlreicher Autorinnen und Autoren zu einem vielschichtigen und vielteiligen Konstrukt. Seit 1988 gehört die archiv- und bibliotheksähnliche Rauminstallation zum Kern der zeitgenössischen Sammlung des Osthaus Museums in Hagen. Für viele Besucher überraschend und ungewohnt ist dabei die Tatsache, dass bis auf wenige Ausnahmen fast alle Bestandteile der Arbeit bewegt, betrachtet oder benutzt werden dürfen. Aber im Gegensatz zu herkömmlichen Archiven oder Bibliotheken gibt es keinen systematischen Katalog, der ein gezieltes Auffinden möglich macht. Welche Elemente hervorgeholt und benutzt werden, hängt allein vom zufälligen Zugriff der Benutzer ab.

Im Kunsttreff wird Gedächtnis und Erinnerung in der Kunst Sigrid Sigurdssons behandelt. In der Rauminstallation „Die Architektur der Erinnerung“ wird unmittelbar nachvollziehbar, welche Bedeutung die Themen Gedächtnis und Erinnerung in Sirgudssons Kunst haben und wie sie diese künstlerisch umsetzt.


Reshaped Reality – Hyperrealistische Skulptur
Donnerstag, 28. Mai 2020
Donnerstag, 18. Juni 2020
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

Hyperrealistische Kunst nutzt reale Vorbilder, um im künstlerischen Prozess zu losgelösten, neuen Realitäten zu gelangen. Seit den späten 1960er-Jahren kehrten verschiedene Bildhauer der Abstraktion den Rücken und näherten sich einer naturgetreuen Nachbildung des Menschen an. Sie schufen detailgetreue Illusionen des menschlichen Körpers. Unter Verwendung neuer Materialien und unterschiedlichen, traditionellen Techniken – darunter das Gussverfahren, die Modellage oder die Malerei – entwickelten sie zeitgenössische Darstellungsweisen des figürlichen Realismus.

Im Kunsttreff wird die Kunstrichtung Hyperrealismus thematisiert. Vor den Skulpturen einiger ihrer hochkarätigen Vertreter, werden die Besonderheiten dieser einzigartigen Kunstströmung deutlich und unmittelbar nachvollziehbar, wie die Bildhauer ihre avantgardistischen Ideen künstlerisch umsetzen.





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