DER KUNSTTREFF
 
FÜR ERWACHSENE

Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen unter der Telefonnummer 02331 207 2740 an.

Beim Kunsttreff begegnen sich kunst- und kulturinteressierte Erwachsene. Er findet regelmäßig einmal bis zweimal im Monat am Donnerstag von 14:30 bis 16:30 Uhr im Kunstquartier statt und kostet 9 Euro pro Person.
Nach einer Einführung steht das Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Mittelpunkt - zusammen werden die Bilder betrachtet und erforscht. Dazu sind keine Vorkenntnisse erforderlich, nur die Lust am Schauen und am gemeinsamen Gespräch. Unterstützt wird der Kunsttreff vom Osthaus Bund.
Das Angebot kann auch für eine Gruppe mit maximal 20 Personen gebucht werden. Hierfür wird der ermäßigte Gruppeneintritt von 4 Euro pro Person + 100 Euro (wochentags) und 110 Euro (Wochenende) Führungsentgelt erhoben.


Donnerstag. 18. April und 16. Mai,
jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €

Johannes Heisig - Klimawechsel
Mit 120 Werken wird das Schaffen des Künstlers Johannes Heisig in der Ausstellung im Osthaus Museum gewürdigt. Seine motivische Vielfalt kennt keine Grenzen; sie reicht von der deutsch-deutschen Geschichte und popkulturellen Themen – überwiegend geprägt durch seine eigene Biografie und das Leben in Berlin – bis hin zu klassischen (Stadt-)Landschaften, Stillleben und Porträts, darunter die zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
Doch auch wenn Heisig dieser Vielfalt in seiner unverkennbaren und ausdrucksstarken künstlerischen Handschrift treu bleibt, lassen sich in seinen zuletzt entstandenen Werken auch erste Anklänge an seine neue Umgebung ausmachen. Besonders in seinen letzten Schaffensjahren scheint er mehr und mehr zurück zum Ursprung des Malens zu kehren, zur existenziellen Hinterfragung des Lebens und des eigenen Ichs. Neben einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Werk des Künstlers, wird bei diesem Kunsttreff auch ein Fokus auf die verwendeten Materialien gelegt. Einen weiteren Aspekt wird die künstlerische Reflektion von Heisig auf die Umwelt bilden.


Donnerstag, 25. April und 23. Mai,
jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €

Zwischen Bauhaus und Diktatur – Die zwanziger Jahre in Hagen
Die Ausstellung belegt den Einfluss und die Tradition des Bauhauses in der Stadt von Karl Ernst Osthaus. Fotografien, Pläne, Dokumente und Objekte aus den reichen Beständen des Stadtarchivs und Stadtmuseums ermöglichen Einblicke in die Gesellschaft, Kultur, Stadtplanung und Politik der Revolutionszeit 1918-1920 sowie der Weimarer Republik in Hagen. Sie dokumentieren die Not und das Elend der Krisen- und Inflationsjahre und die politischen Auseinandersetzungen sowie den kurzzeitigen Aufschwung, der sich vor allem auch in der Überlieferung zur Standplanung und Architektur widerspiegelt. Ein überregional herausragendes Beispiel für den Wohnungsbau ist die „Cuno Siedlung“ im Stadtteil Wehringhausen. Sie greift allein schon äußerlich die Architektur und Gestaltung des Bauhauses auf. Die in Hagen während der Zwanziger Jahre entstandenen Konzepte zum sozialen Wohnungsbau und zur Stadtgestalt orientierten sich an den Inhalten des Bauhauses. Im Rahmen des Kunsttreffs wird ein intensiver Einblick in die Stadtgeschichte Hagens geboten, der nicht nur für Hagener eine neue Sicht auf ihre Heimat bringt.


Donnerstag, den 9. Mai und 13. Juni
jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €

Heinrich Brocksieper. Ein Hagener am Bauhaus – Die Stofflichkeit der Dinge
Einer der ersten Studierenden am Bauhaus in Weimar, vom Wintersemester 1919 bis 1922, war der in Hagen geborene Maler Heinrich Brocksieper. Anregung hatte er u.a. in der Ausstellung mit Werken von Lyonel Feininger-Ausstellung im Hagener Folkwang-Museum gehalten. Später arbeitete er als Student in der Druckerei im Bauhaus, die von Feininger geleitet wurde. Nach dem Studium unterhielt er einen intensiven Kontakt zum Bauhaus und reiste wiederholt nach Weimar, Dessau und Berlin. Ab 1927 befasste Brocksieper sich verstärkt mit Fotografie und experimentellem Film.
Nach 1945 nahm er die künstlerische Tätigkeit neu auf. Alltagsgegenstände mit den Spuren des Gebrauchs, Porträts und Selbstbildnisse in ihrer Stofflichkeit waren sein zentrales Thema. Für Emil Schumacher war während des Dritten Reichs der 14 Jahre ältere Künstler ein wichtiger Freund und Gesprächspartner. Die Beziehung von Heinrich Brocksieper und Emil Schumacher mit Blick auf das Werk des Bauhaus-Schülers lädt bei diesem Kunsttreff zum Diskurs ein.


Donnerstag, den 29. August und Freitag, 4. Oktober
jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €

Manolo Ty – Fotografien aus Pakistan
Nur mit einer Kamera bewaffnet machte sich der Künstler Manolo Ty in ein ihm weitestgehend unbekanntes Land auf: Pakistan. Über sein Vorhaben sagt er: „Ich hatte eine Mission. Ich wollte die unbekannte Kultur der sechstbevölkerungsreichsten Nation der Erde sichtbar machen. Meine Aufnahmen sollen dazu einladen, die Schönheit der Vielfalt zu feiern und stolz darauf zu sein.“ Er hält mit seinen Aufnahmen Eindrücke und Momente fest, die vielen Menschen der westlichen Länder verschlossen bleiben. Gastfreundschaft und wilde Natur sowie eine gänzlich andere Lebensweise faszinieren den Künstler. Am Ende seiner ersten Reise, die er 2013 unternahm, hatte er rund 13000 Fotos gemacht, wovon er etwa 3000 in einen Bildband veröffentlichte. Das Ergebnis ist ein eindrucksvolles Dokument eines leidenschaftlichen Abenteurers, das den Betrachter in seinen Bann zieht. Die Fotografie als dokumentarisches Medium einerseits sowie künstlerische Ausdrucksweise andererseits bilden unter anderem das Thema dieses Kunsttreffs.


Donnerstag, den 12. September und 19. Dezember
jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €

Walter Gropius – Vorbildliche Industriebauten
Hagen und das Bauhaus? Da scheint zunächst keine offensichtliche Beziehung zu bestehen. Dabei hat die Stadt mehr mit der Gründung des Bauhauses zu tun, als man vermuten mag. Kurz vor der Gründung des Bauhauses schrieb Walter Gropius an seinen engen Freund Karl Ernst Osthaus: „Ich bin dabei etwas ganz anderes ins Werk zu setzen - eine Bauhütte! Mit einigen wesensverwandten Künstlern.“ Warum er diese Worte ausgerechnet an den Hagener Kunstmäzen schrieb, wird in diesem Kunsttreff genauer betrachtet. Über 400 Dokumente aus dem Osthaus Archiv zeigen wichtige Stationen im Leben von Walter Gropius auf, der von Karl Ernst Osthaus maßgeblich unterstützt wurde.
Dabei liegt der Fokus der Ausstellung auf den Fotografien der von Walter Gropius und Karl Ernst Osthaus konzipierten Ausstellung "Vorbildliche Industriebauten" von 1911, die von Hagen aus auf Tournee ging. Dieses gemeinsame Projekt von Gropius und Osthaus wird im Osthaus Museum rekonstruiert und durch die Publikation ihres Briefwechsels begleitet. Im Kunsttreff werden die neuen, wissenschaftlichen Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Ausstellung erläutert und diskutiert.


Donnerstag, den 24. Oktober und 21. November
jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €

Leonardo. Erfinder und Wissenschaftler
Leonardo Da Vinci war und ist einer der bekanntesten Künstler der Renaissance und eines der Universalgenies, die die zweite Hälfte des zweiten Jahrtausends maßgeblich prägten. Die bedeutensten Museen der Welt beherbergen seine Werke, die jährlich Millionen von Menschen bewundern. Neben seinem künstlerischen Werk hinterließ er zahlreiche Dokumente, die ihn als Erfinder und Wissenschaftler ausweisen. Die Ausstellung thematisiert verschiedene Bereiche seines Wirkens und macht sie im wahrsten Sinne des Wortes (be-)greifbar. Die 100 gezeigten Faksimiles werden durch 25 Modelle anschaulich gemacht. Dabei erhält der Betrachter Einblicke in die Überlegungen von Leonardo zu den Themen Anatomie, Geometrie und Technik, Flugmaschinen, Zeitmessung, Architektur und Wehrtechnik. Im Kunsttreff wird der umfassenden Gedankenwelt von Leonardo nachgespürt.



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