Kunstwerk plus Kammerkonzert

Um 11 Uhr stellt eine Kurzführung ein ausgewähltes Kunstwerk vor, eine halbe Stunde später beginnt dann das Kammerkonzert.

 
Karten im Vorverkauf
Die Karten sind unter T. +49 2331 207 3218 oder per Mail unter theaterkasse@stadt-hagen.de erhältlich.


 
Kurzführung zum 10. Kammerkonzert
23. Juni 2013
11 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

George Minne Brunnen – Skulptur als Einzelelement im Kontext eines architektonischen Gesamtkunstwerkes
Es führt Saskia Lipps M.A.

„Minnes Skulptur kommt erst in Verbindung mit der Architektur vollständig zur Geltung." Fierens-Gevaert

George Minne (1866-1941) gilt als bekannter Vertreter des Jugendstils in der Bildhauerei. Den Höhepunkt seines Werkes bildet der Brunnen mit fünf knienden Knaben, entstanden zwischen 1898 und 1906.
Auf Anregung Henry van de Veldes entwickelt Minne – ausgehend von der Skulptur „Kniender Knabe“ – einen kreisrunden Brunnen auf dessen schlichten Beckenrand er fünf auf einem Sockel kniende Knaben anordnet. Die schlanken nüchternen Figuren gleichen einander völlig. Die schlichte Gleichheit der Figuren lässt das Individuelle hinter dem Allgemeinen zurücktreten. Die Wiederholung erlaubt es die fünf gleichförmigen Knaben von einem Standpunkt aus von verschiedenen Ansichtsseiten gleichzeitig zu betrachten.

Die Jugendstilplastik ist zumeist in Verbindung mit der Architektur als Ornament – in Relief oder Halbplastik – anzutreffen, seltener als Einzelkunstwerk wie bei Minne. Karl Ernst Osthaus kaufte den Brunnen mit den fünf knienden Knaben gezielt für den Platz im Eingangsbereich seines Folkwang-Museums in Hagen. Mit dem Wissen über die gezielte Platzierung des marmornen Brunnens im Raum erhält die Skulptur im Zusammenhang mit der sie umgebenen Jugendstilarchitektur Henry van de Veldes eine ornamentale Funktion.

Die Kurzführung zum 10. Kammerkonzert wird die Funktion der Skulptur als Einzelelement im Kontext eines architektonischen Gesamtkunstwerkes und ihre Wirkung auf den Betrachter thematisieren.


 
10. Kammerkonzert
Sommerfreuden
23. Juni 2013
11.30 Uhr Konzert
Auditorium im Kunstquartier Hagen

Werner Hußendörfer, Klarinette
Arion-Quartett:
Yusuke Hayashi, Violine
Nicola Borsche, Violine
Susanne Schmickler, Viola
Walter Gödde, Violoncello

Werke von Fromm-Michaels, Haydn, Brahms

Nun ist er endlich da: der lang ersehnte Sommer! Die Kammerkonzertreihe des philharmonischen orchesterhagen verabschiedet ihr Publikum mit einem Programm voller Sehnsüchte in die bevorstehende Sommerpause. Die Pianistin und Komponistin Ilse Fromm-Michaels komponierte ihre „Musica larga“ 1944 in einer Zeit, in der sie aufgrund ihrer Ehe mit einem Juristen jüdischer Herkunft nicht auftreten durfte. Es entstand ein tief emotionales Werk, an das sich Joseph Haydns so genanntes „Quintenquartett“ in d-Moll anschließt. Graf Erdödy hatte es ebenso wie weitere fünf Quartette bei ihm in Auftrag gegebenen, und heute gilt es als eines der bedeutendsten Werke seiner Gattung. Das Konzert schließt mit dem anrührenden Klarinettenquintett h-Moll von Johannes Brahms, das der Melancholiker im Sommer 1891 inspiriert vom Klarinettisten Richard Mühlfeld schrieb. Kurzum erwartet das Publikum hier ein sinnliches Konzerterlebnis, mit dem der Hagener Soloklarinettist Werner Hußendörfer und das Arion-Quartett den Sommer begrüßen!

 
1. Kammerkonzert
15. September 2013

 
2. Kammerkonzert
27. Oktober 2013

 
3. Kammerkonzert
17. November 2013

 
4. Kammerkonzert
8. Dezember 2013

 
5. Kammerkonzert
19. Januar 2014

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