|
"Ich wollte [...], dass die Farbe durch mich als Maler auf der Leinwand sich so folgerichtig auswirkt, wie die Natur selber ihre Gebilde schafft." – Emil Nolde Zeitlebens spürt der Maler Emil Nolde (1867-1956) dem sinnlichen Naturerlebnis im künstlerischen Medium Malerei nach. Die Motive für seine Bilder findet er in der rauen Landschaft seiner Heimat Nordfriesland. In seinem Bild „Steigende Wolken“ aus dem Jahre 1927 gelingt es ihm, in stimmungsvoller Weise das Naturerlebnis einzufangen. Das Gemälde zählt zu den Highlights expessionistischer Malerei, die in der Dauerausstellung des ehemaligen Folkwang Museums und heutigen Osthaus Museums in Hagen gezeigt werden. Aus großen Farbflächen entwickelt Emil Nolde in „Steigende Wolken“ das Landschaftsmotiv. Ohne einfassende Konturen grenzen die Ölfarben direkt aneinander, heben sich voneinander ab, vermischen sich. Dieser vom Künstler auf der Leinwand entwickelte bewegte Farbraum erfährt eine zusätzliche Dynamisierung über den sichtbar variierenden Pinselduktus. Nolde setzt diesen, nach eigener Aussage, bewusst als stilistisches Element ein: "Den Pinselstrich im Bild – die Handschrift – sah ich gern. Ganz nah gesehen, wollte ich an der Struktur und Reiz der Farbe gleiche sinnliche Freude erleben wie in einiger Entfernung am Bild." Die expressive Farb- und Bildwirkung Emil Noldes Malerei wird in der Kurzführung zum 6. Kammerkonzert thematisiert. Vor dem Original „Steigende Wolken“ aus dem Jahr 1927 können beide unmittelbar erlebt werden. Satie-Quartett: Klaus Esser, Violine Jin Kim, Violine Ursina Staub, Viola Yuko Uenomoto, Violoncello Programm: Leoš Janácek: 1. Streichquartett Peter Tschaikowski: 1. Streichquartett D-Dur op. 11 Das Satie-Quartett bringt im 6. Kammerkonzert „Liebesgrüße aus Moskau“ mit: In Peter Tschaikowskis Streichquartett op. 11 klingt mit seinem russischen Tonfall die Liebe des Komponisten zur Heimat durch. Doch dieses Konzert richtet seinen Blick nicht nur in musikalischer Hinsicht auf Russland. Denn der tschechische Komponist Leoš Janá?ek ließ sich bei seinem 1. Streichquartett von einem Klassiker der russischen Literatur inspirieren: von Leo Tolstois „Die Kreutzersonate“. Pressestelle des Theaters Hagen |